22.08.2017

von Stiftung Warentest B° RB

Krankenversicherung

Stiftung Warentest. Private Krankenversicherung: Beitragsentlastungstarife lohnen häufig nicht

September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest

Wer privat krankenversichert und selbstständig oder angestellt ist, muss Kapital ansparen, um seine Beiträge auch im Alter weiter zahlen zu können. Denn im Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung sinkt der Beitrag nicht mit dem dann niedrigeren Einkommen. Mit einem Beitragsentlastungstarif kann man für das Rentenalter den Beitrag um eine vereinbarte Summe senken. Für wen diese Art der Vorsorge geeignet ist und wie sie funktioniert, beschreibt die Zeitschrift Finanztest in ihrer September-Ausgabe, für die sie Angebote von 22 Versicherern unter die Lupe genommen hat.

Finanziell interessant kann ein Entlastungstarif für Arbeitnehmer sein. Denn sie erhalten unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss ihres Arbeitgebers. Alle anderen sollten sich den Schritt überlegen. Zum einen ist die Entlastung deutlich geringer als es zunächst scheint. Versicherte müssen nämlich für einen Beitragsentlastungstarif lebenslang weiter zahlen. Schwierig ist es auch, über mehrere Jahrzehnte die Zukunft zu planen. Bei wem es ab und zu finanziell eng wird oder wer die Möglichkeit sieht, später in die gesetzliche Krankenkasse zurückzukehren, für den ist ein Entlastungstarif nicht geeignet.

Der Modellkunde von Finanztest ist beim Abschluss 40 Jahre alt und will später eine monatliche Beitragsentlastung um 100 Euro. Die Tarife kosten zwischen 27 und 41 Euro pro Monat, wenn die Entlastung mit 67 Jahren beginnen soll, bei einem Entlastungsbeginn mit 65 Jahren kosten sie zwischen 35 und 49 Euro pro Monat. Es gibt sie jeweils nur zum Hauptvertrag in der eigenen privaten Krankenversicherung.

Der ausführliche Test Beitragsentlastungstarife erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (ab 23.08.2017 am Kiosk) und ist bereits online abrufbar.

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